2026
Juli 2026
Die Intonation der Orgel beginnt. Intonieren ist mehr als Stimmen: Durch subtile Veränderungen am Klangspalt erhalten die Pfeifen erst den gewünschten Charakter und die richtige Lautstärke. Dadurch passen sie sich optimal in das Gesamtgefüge aller 27 Register und in den Raum ein. Neben der Arbeit an den Pfeifen sind hierfür viele Abstimmungen über den gewünschten Klangcharakter und genaues Zuhören nötig.
Bei der Schlüssellochführung am 10. Juli singen die rund 80 Besucher:innen zwei Choräle, die Kay Johannsen mit den drei ersten intonierten Registern begleitet. Intonateur Alois Schwingshandl ist mit dabei und kann dadurch wahrnehmen, wie sich der Klang der Pfeifen in einer voll besetzten Kirche im Vergleich zur sonst leeren Kirche verändert.
Im Video des SWR wird Intonateur Alois Schwingshandl vorgestellt.
Juni 2026
Der technische Aufbau der Orgel wird fertiggestellt. Als einer der letzten Schritte wird der Tastendruck reguliert, dass für die Organist:innen ein angenehmes Spielgefühl mit einem angenehmen Widerstand der Tasten entsteht.
In einem Porträt der Evangelischen Zeitung wird Orgelbauert Gesine Große vorgestellt.
Mai 2026
Der Einbau der neue Orgel geht zügig voran. Anfang Mai ist die Traktur fertig eingebaut. Neue Teile für die Orgel kommen an, darunter weitere Teile für das Gehäuse der Orgel und viele weitere Pfeifen. Das Gehäuse der Orgel wird in den folgenden Tagen fertiggestellt und dabei auch die Verzierungen im Prospekt angebracht. Die ersten Pfeifenreihen werden in die neue Orgel gestellt.


April 2026
In der Woche nach Ostern kommt die neue Orgel in Stuttgart an. Dank vieler Helfer:innen können die Teile schnell ausgeladen werden. Dann beginnt der Aufbau der Orgel: Einzelteil für Einzelteil und Pfeife für Pfeife wird das neue Instrument durch die Mitarbeiter:innen der Firma Rieger zusammengebaut. Zuerst wird die Windlade im hinteren Bereich der Orgel sowie das Gehäuse aufgestellt. Anschließend werden die Abstrakten verlegt: das sind schmale Holzstäbchen, die die Tasten am Spieltisch mit den einzelnen Pfeifen verbinden. Man nennt diese mechanische Steuerung der Orgel auch Traktur.

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März 2026
Der Bau der Orgel schreitet voran. Die Pfeifen für die Königin-Katharina-Orgel sind gegossen und werden vorintoniert. Auch das Gehäuse ist schon fertig und zusammengesetzt. Im Video sehen Sie den aktuellen Stand der Arbeiten.

Januar 2026
Der eigentlich für Januar geplante Start des Einbaus der neuen Königin-Katharina-Orgel muss leider um drei Monate nach hinten verschoben werden, da es bei der Orgelbaufirma Rieger eine Verzögerung bei einem Vorgängerprojekt in China gab. Das neue Instrument wird zurzeit jedoch in der Werkstatt der Firma in Österreich gefertigt. Das Besondere an der Firma Rieger ist, dass dort mit Ausnahme des Motors alle Teile der Orgel selbst hergestellt werden, sowohl die Pfeifen als auch die Holzteile, die Mechanik, die Elektronik, der Spieltisch und vieles mehr. Die Pfeifen werden zudem schon vorintoniert, also so behandelt, dass sie der gewünschten Klangfarbe möglichst nahe kommen.
Der Einbau der Orgel wird im April beginnen und etwa vier Wochen in Anspruch nehmen. Die Hauptintonation wird im Anschluss dann etwa sechs Wochen dauern. Hierbei werden die einzelnen Pfeifen final an die Raumakustik angepasst.
Ein Eindruck der Arbeiten kann in folgendem Video gewonnen werden:


Details der Schnitzereien für das Gehäuse der Königin-Katharina-Orgel. Copyright: Orgelbau Rieger.
Nach Ende der Renovierung der Schlosskirche kann die Stuttgarter Kantorei im neuen Jahr für ihre wöchentlichen Proben wieder in der Schlosskirche sein.
