2025

Dezember 2025
In den letzten Monaten ist die Renovierung der Schlosskirche fortgeführt worden, wobei am Ende insbesondere kleine Details renoviert und ausgebessert wurden. Nun werden noch die Holzobeflächen von einem Holzrestaurator aufgearbeitet, vor allem die Kanzel und die Holzverkleidung an den unteren Wänden der Kirche. Zudem werden die Steckdosen der Kirche von einem Elektriker erneuert und es findet ein Testdurchlauf für den Einbau der neuen Beschallungsanlage statt. Am 19. Dezember findet dann die Endabnahme der Renovierung mit Vertretern der Denkmalschutzbehörden von Stadt und Land und mit dem zuständigen Amt für Vermögen und Bau des Landes statt.
An Weihnachten 2025 findet mit dem Weihnachtsgottesdienst der Reformierten Gemeinde der erste Gottesdienst seit anderhalb Jahren in der Schlosskirche statt. Musikalisch wird der Gottesdienst am Klavier begleitet. 
Zum Jahresende 2026 haben 60 Prozent der Orgelpfeifen der neuen Königin-Katharina-Orgel eine Patin oder einen Paten. Zudem stehen 700.000 Euro für die neue Orgel zur Verfügung, was etwa 80 Prozent der Gesamtkosten von 850.000 Euro für das neue Instrument entspricht.

Juli 2025
Thomas Haller und Kay Johannsen von der Orgelkommission für die Königin-Katharina-Orgel sowie Assistent Jonas Dippon fahren nach Schwarzach in Österreich und besuchen die Firma Rieger. Nach einer kurzen Führung durch die Werkstatt mit Geschäftsführer Wendelin Eberle geht es im Gespräch um die Abstimmung vieler Details für die neue Orgel. Zum Austausch ist auch Jon Laukvik als weiteres Mitglied der Orgelkommission digital zugeschaltet.
Im Gespräch geht es vor allem um die Gestaltung des Spieltischs. So werden unter anderem Registerzüge anstelle von Kippschaltern für die Register ausgewählt, es wird die genaue Positionierung der verschiedenen Koppeln festgelegt und es wird überlegt, wo die Steuerung der Setzeranlage und der Crescendowalze angebracht wird. Auch das Äußere der Orgel wird besprochen: das Prospekt der Königin-Katharina-Orgel wird aus dunkel gebeiztem Eichenholz bestehen. 

Juni 2025
Die Reinigungsarbeiten und Retuschen an der Decke und an den Wänden sind so weit abgeschlossesn, dass das große Raumgerüst in der Schlosskirche abgebaut werden kann. Alle noch folgenden Arbeiten an den Wänden sowie an den Holz- und Steinobjekten kommen ohne Gerüste aus oder können mit mobilen Gerüsten erledigt werden.

April 2025
Die Restaurierungsarbeiten in der Schlosskirche schreiten voran.
Mitarbeiter der Orgelbaufirma Rieger besuchen zum wiederholten Mal die Schlosskirche, um sich einen detaillierten Eindruck der Akustik der Kirche zu verschaffen. Außerdem werden bei diesem Termin gemeinsam mit der Orgelkommission Details zum gewünschten Klang der einzelnen Register besprochen. Der Klang einer Orgelpfeife wird maßgeblich von deren Bauform bestimmt und so können die Mitarbeiter von Rieger die Register bei der Herstellung speziell für die Schlosskirche und die Königin-Katharina-Orgel bauen.
Am 26. April findet der 6. Orgelspaziergang »für Katharina« statt. Rund 180 Teilnehmende nutzen die Chance, bei dieser Gelegenheit nicht nur die Ott-Orgel der Leonhardskirche, die Walcker-Salonorgel im Haus der Musik im Fruchtkasten und ein |:Mendelssohn:|-Liederkonzert in der Sakristei der Schlosskirche zu erleben, sondern auch einen Blick auf die Baustelle der Schlosskirche zu werfen. Restauratorin Helene Winker berichtet zudem von den Restaurierungsarbeiten.

Januar 2025
Zum Jahresbeginn 2025 laufen in der Schlosskirche die Renovierungsarbeiten. Restaurator:innen reinigen die Decke und die Wänder der Kirche Zentimeter für Zentimeter und entfernen Staub, Rußrückstände und weiteren Schmutz, der sich seit der letzten Renovierung gesammelt hat. Eine Herausforderung dabei ist, dass die Wandfarbe wasserlöslich ist. Für die Reinigung bedeutet dies etwa, dass die Restaurator:innen feine Pinsel oder Wattestäbchen zum Säubern der Oberfläche nutzen müssen. Ausbesserungen der Farbe gelingen beispielsweise mit verschiedenen Kreiden. Schließlich werden die Oberflächen im Anschluss mit einem Festiger überzogen, um die Farbpigmente zu schützen. Auch Vergoldungen an den Oberflächen werden bei den Arbeiten mit neuem Blattgold überzogen.
Wenn nötig, werden bei den Arbeiten außerdem Risse an den Wänden geschlossen. Auch die Stuckarbeiten an der Emporenbrüstung werden gereinigt und ausgebessert.

Zum Jahreswechsel haben 693 Pfeifen der neuen Orgel eine Patin oder einen Paten gefunden - genau die Hälfte der 1.386 Pfeifen.